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Zitate Print / TV (Auswahl)

Zwischen Himmel und Erde, Hannover 2015

Religionen mit Tiefenschärfe
„Zwischen Himmel und Erde“ heißt das neue Projekt der Fotografin Valérie Wagner. In der Marktkirche zeigt sie jetzt ihre unberechenbaren Ansichten auf die Religionen dieser Welt.
Treffen sich ein Christ, ein Jude und ein Hindu in einer Fotoausstellung. Sie sind mit Gegenständen in den Händen abgebildet, die für sie von großer Bedeutung sind. Wer hält den Fisch? Nein, kein Witz nach Schema F. Und tatsächlich gar nicht so einfach. Valérie Wagner, die Motive aus ihrer Serie „Zwischen Himmel und Erde“ in der Marktkirche zeigt, verweigert sich oberflächlichen Blicken auf die Weltreligionen. Und bietet den Besuchern stattdessen Unberechenbares.

Dabei wirkt die Präsentation ästhetisch gelungen. Schwarz-Weiß hebt sich edel ab vom ziegelroten Mauerwerk und fügt sich doch harmonisch ein in die protestantische Bescheidenheit des Kirchenbaus. Die Hamburger Künstlerin legt großen Wert auf Korrespondenzen ihrer Arbeiten mit dem Raum. Und freut sich umso mehr über visuelle Gegensätze. „Ich liebe diesen üppigen, katholischen Altar inmitten der nüchternen Geradlinigkeit“, sagt sie. Auch das gezeigte Projekt speist sich aus solch faszinierter Neugier auf Widersprüchlichkeiten und deren Hintergründe.mehr
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 1.8.2015 von Thomas Kaestle

Zwischen Himmel und Erde, internationale gartenschau hamburg 2013

Juden, Christen, Moslems, Hinduisten, Buddhisten. Auf kleinstem Raum sind sie versammelt – in Gestalt von 14 Vertretern der fünf großen Glaubensgemeinschaften, von Ordensleuten und Gläubigen. Feinkörnige Schwarz-Weiß-Porträts – jedes für sich ein hochformatiges, in formaler Strenge und Klarheit gegliedertes Triptychon. Kopf, Hände, Füße. Still. Groß. Sehr präsent. Wer die Kapelle betritt, sieht sich von ihnen umringt. mehr
Melanie von Bismarck, freie Kulturjournalistin NDR 90,3

Werkschau mit haut und haaren, Kunstverein Essenheim 2011

(…) Das Vergehen von Zeit hinterlässt Spuren. Nach diesen Spuren sucht Valérie Wagners fotografisches Auge. Was dann entsteht, sind inszenierte Analogien des scheinbar Anderen, das eine Verbindung eingeht, die von der Dependenz zwischen Mensch und Natur spricht.
Es sind leise Töne, von Achtsamkeit getragen, die in diesen Fotografien schwingen. Die Fotografin tut, was sie tut mit Haut und Haaren, im doppelten Wortsinn. So zeigt die Serie „after shave“ rasierte Körperstellen, deren Formen den „rasierten“ Grünflächen in unseren Städten gleichen, zeigt, da wird etwas weggenommen, das Natur ist, an uns und um uns, wird am Wachsen gehindert, mit scharfem Werkzeug abrasiert.
In einem anderen Zyklus sehen wir weiße Haarpracht auf Köpfen unterschiedlich alter Protagonisten, die sich gegen ein Schönheitsideal wenden, das das Älterwerden in unserer vom Jugendwahn geprägten Gesellschaft als sichtbares Zeichen des Verfalls verdrängt. Wagner setzt dagegen, bildet die Ästhetik der weißen Haarpracht ab, lässt sie im Weiß des Schnees der Landschaft wie in einem Spiegel reflektieren. Und schaut man den letzten Zyklus dieser Werke, dann ist es fast so, als wolle die Künstlerin eine mögliche Lösung geben, die in jenen Bildern zu finden ist, wo Mönche in ihren Gemeinschaften leben, an einem Ort, an dem Natur, Mensch und Vergänglichkeit nicht als ein Getrenntes erlebt werden.
Mainzer Allgemeine Zeitung, 1.11.2011 von Angelika Wende

 

Zeichen/Kunstpreis Ökologie

„Valérie Wagner nimmt in ihrer Fotoserie der „Zeichen“ zu fragwürdigen Idealen des aktuellen Zeitgeistes bewusst eine Gegenposition ein, ein Zeitgeist, der vor allem durch die Werbeindustrie generiert und ständig gefüttert wird. Valérie Wagner konfrontiert den Betrachter in schonungsloser Weise mit den Grundtatsachen menschlicher Existenz: Unbestrittenermaßen gibt es im Leben Glück und Freude. Diese werden jedoch durch die Verletzbarkeit, Vergänglichkeit und letztendlich den Tod als Endpunkt irdischer Existenz relativiert. Sich dessen zu vergewissern und nicht dem Zeitgeist vollkommen anheim zu fallen, ist ein Anliegen von Valérie Wagner.“
Profifoto 10/2008, Zitat aus der Laudatio von Dr. Volker Probst, Ernt-Barlach-Stiftung

Werkschau Der zweite Blick 2006

„Es sind stille Bilder, humorvoll oder nachdenklich, die neugierig machen und Geschichten erzählen. (…) In diesen experimentellen Arbeiten sowie in allen anderen Werken blickt Valérie Wagner hinter den äußeren Schein und sucht die tiefere menschliche Wahrheit.“
Sara Sello, Hamburger Abendblatt, 28. Jan. 2006

Diesseits 2005

„Valérie Wagner hat einen Blick für die Widersprüche des Lebens. Sie misstraut dem ersten Eindruck und sucht den Sinn hinter den Dingen. Sie zerlegt, setzt neu zusammen und konfrontiert. Und immer ist sie im Dialog mit den Menschen, die sie fotografiert. Deshalb werden auch diese Bilder, geboren aus der stillen, kontemplativen Welt der Klöster und religiösen Refugien, den Übergang von der Invention zur Intervention nachvollziehen, um auf der Bühne unserer bildlichen Alltagsreize zu bestehen.“
(Dr. Henriette Väth-Hinz, Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin der Triennale der Photographie Hamburg, aus: „Der ungewöhnliche Blick“, Katalogtext DIESSEITS 2005)

Wenn Augen, Hände und Füße sprechen
Valérie Wagner möchte provozieren und den Betrachter zum Innehalten animieren, indem sie Menschen, die nicht öffentlich leben, mit den Mitteln der Werbung öffentlich macht. Ihre Augen, Hände und Füße.
Hamburger Abendblatt, 15. März 2005

Werke der Fotografin Valérie Wagner schmücken Hamburgs Kirchen
Anders als auf Werbeplakaten, die Ordensleute, ihre Kleidung und Lebensform oft nur als Effekt nutzen, begegnet man in Hamburg nun einer eindrucksvollen und eindringlichen Darstellung.
NDR, Juni 2005

Fassadenhohe Verwirrung
Die Fotografin Valérie Wagner hat Würdenträger und Geistliche in ihrem Alltag fotografiert und daraus meterhohe Bildtafeln montiert. Die lassennun Hamburg rätseln. (…) Diese Mammut-Bilder, die im Frühjahr 2004 aufgenommen wurden, hat sie in Hamburg fassadenhoch ausgehängt und für nicht wenig Erstaunen bei den Passanten gesorgt. Denn die Aufnahmen konzentrieren sich auf Details und Ausschnitte eines einzelnen Menschen und dessen Verhältnis zur Welt außerhalb einer Ordensgemeinschaft. So konkurriert die Visualiserung von zumeist in ihren Gemeinschaften zurück gezogen lebenden Ordensmitglieder plötzlich mit der Ästhetik gewerblicher Bilder, widerspricht das kontemplative Tableau den Tafeln des banalen Product-Placements. Und statt gesandstrahlter Körper mit ihrer Photoshop gelifteten Haut erkennt man Portraits, die ausdrücklich das geistig-geistliche Individuum in den Mittelpunkt stellen. Für die 3. Triennale der Photographie in Hamburg hat Valérie Wagner einen rund einstündigen Ausstellungs-Parcours mit 17 großformatigen Schwarz-Weiß-Portrait-Stationen entwickelt, der von der Innenstadt über die Hauptkirchen und die Speicherstadt zur Hafencity führt. Diese Stör- und Nachdenkbilder werden unter dem Titel: DIESSEITS noch bis zum 31. Juli gezeigt
sueddeutsche.de Süddeutsche Zeitung online 19. Juli 2005

Heilige Dreiteiligkeit hilft gegen Alltagseiligkeit
Foto-Plakate von Valérie Wagner an 17 Stationen in der Innenstadt und in der Hafencity laden zum besinnlichen Spaziergang. mehr
Die Welt, 15.07.2005

BarbieCue  Museum der Arbeit Hamburg

Einblicke in Barbies Körperwelten
(…) „BarbieCue“ nennt die in England ausgebildete Fotografin ihre Serie, die sie speziell für die Abteilung „Arbeit und Geschlechterrollen“ im Hamburger Museum der Arbeit entwickelt hat. Und wie das ironische Wortspiel aus Barbie und Barbecue nahe legt, wird das seit Generationen geliebte Idol wie ein Tier zerlegt und in Portionen serviert. Auf sechs transparenten „Röntgen“-Aufnahmen gewinnt der Betrachter ungewohnt neue Einblicke in Barbies Körperwelten. Barbie als Putzfrau, mit Gartenzwerg oder Gurkenmaske stellen zudem humorvoll Schönheitsstereotypen in Frage. (…)
Hamburger Abendblatt, Dezember 2001

Wo Barbie mit dem Wischmop wedelt
(…) Barbie, die Puppe mit Busen, steht für das vorherrschende Frauenideal: blond, schlank, perfekt. In ihren Fotografien demontiert  Wagner das Ideal. Sie zeigt Barbie mit Putzhandschuhen, mit Baby, mit Gurkenmaske und stellt so witzig und voller Ironie Schönheit-Stereotypen in Frage.
Hamburger Morgenpost, November 2001

Galerie Soundcheck München 1993

Die Transzendenz der Dinge
Die Flexiblen sind auf dem Vormarsch. Auch in der Photographie. Die Hamburgerin Valérie Wagner, derzeit in der Galerie Sound Check mit jüngsten Bildern aus Griechenland vertreten, verfügt wie viele ihrer Zunft, deren Bild mehr ist als eine oberflächliche Wiedergabe der Suche nach dem Außergewöhnlichen, über ein beachtliches Repertoire an Fertigkeiten und Hintergrund. (…) Verwitterte Lava, zu Bildern urzeitlicher Vogelgestalten erodiert, schlichte Teerspuren auf einer Mauer erinnern an abstrakte Spielereien auf grober Leinwand, Farben beginnen sich beim längeren Betrachten eines Bildes zu verändern. Valérie Wagner zeigt (…) eine meditativ inspirierte Auswahl von Motiven. Licht und Schatten, Farbe wie Struktur eröffnen über das „Eintreten eines Betrachters in das Bild“ faszinierende Welten. (…)
Süddeutsche Zeitung, 12.8.1993

Unnachahmlichen Zauber auf Zelluloid gebannt
„Valérie Wagner schafft es, den Motiven ihrer Arbeiten einen unnachahmlichen Zauber zu verleihen.“
Münchner Merkur, August 1993

 

TV (Auswahl)

NDR 2005 Sendebeitrag zur Ausstellung DIESSEITS

NDR 2003 Sendebeitrag zur Serie Parks in Hamburg / Ausstellung Prenez Place